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Hügelregatta Essen: Anschluss an Spitzenteams gehalten

HRG-Topskuller Lotz verpasst Überraschungscoup

U23-WM-Plätze noch nicht vergeben

100 Wochen nach ihrem letzten Auftritt in der Männerklasse haben Johannes Lotz (Hanauer RG 1879) und David Junge (RC Potsdam) bei der 100. Internationalen Hügelregatta in Essen erstmals wieder gemeinsam Wettkampfluft im Doppelzweier geschnuppert. Im hochkarätig besetzten Feld der 19-22-Jährigen und der offenen Männerklasse verbuchten sie Platz zwölf, mit Blick aufs nationale U23-Ranking Position drei. Im Doppelvierer schaffte das Duo aus Hanau/Potsdam mit den Bootskameraden Steven Hacker (Dresdener RC) und Henry Schwinde (RC Münster) sogar den überraschenden Einzug ins Finale, schloss den Endlauf der acht schnellsten Boote allerdings nach technischen Missgeschicken als Schlusslicht ab.

 

„Von Anfang an hatten wir mit den schwierigen Bedingungen zu kämpfen und haben durch wiederholtes Hängenbleiben an den Wellen nicht in unser Rennen gefunden. Ein fataler ‚Krebs‘ hat uns dann endgültig zum Stoppen gebracht und in die gegnerische Bahn katapultiert. Dadurch waren wir im weiteren Rennverlauf dann leider chancenlos“, kommentierte HRG’ler Lotz das enttäuschende Abschneiden. Lotz und Hacker gehören zum amtierenden deutschen U23-Meisterboot, das 2017 auf der Olympiabahn in München-Oberschleißheim den Titel holte.

 

Im Vorlauf hatte seine Crew in 06:22,95 Minuten noch Platz zwei hinter dem polnischen A-Team (06:19,94) erkämpft, das 2017 im WM-Finale von Sarasota (USA) stand. Schwacher Trost zum Abschluss: Die Endlaufteilnahme bedeutete immerhin die beste Platzierung eines deutschen U23-Bootes.

 

Das erste Ranking des Deutschen Ruderverbandes (DRV) bei den Kleinbootmeisterschaften Ende April führte Lotz und Junge nach 2016 erneut als Duo zusammen. Das Kräftemessen mit der nationalen und internationalen Konkurrenz stellte einen echten Prüfstein auf dem Weg ins DRV-Nationalteam 2018 dar, denn alle deutschen Topskuller kämpften auf dem Essener Baldeneysee um die WM-Rollsitze.

 

Die U19-Vizeweltmeister im Doppelzweier aus dem Jahr 2015 rutschten zum Auftakt in den stärksten Vorlauf der 21 Boote, von denen sich lediglich die beiden Erstplatzierten fürs A-Finale qualifizierten. Zum Auftakt trafen Lotz/Junge unter anderem auf zwei Teams, die mit den Olympiasiegern Hans Gruhne (RC Potsdam) und Karl Schulze (Berliner RC) besetzt waren und die U23-Crew vor eine kaum unlösbare Aufgabe stellten. Bis zur Streckenhälfte hielten Lotz/Junge Anschluss an das Führungsduo, mussten auf den zweiten 1.000 Metern aber die späteren Tagessieger Gruhne und Partner Stephan Krüger (Frankfurter RG Germania), die 2011 in dieser Besetzung Vizeweltmeister wurden, sowie Schulze und Stephan Riemekasten (Rotation Berlin) ziehen lassen. Im Schlussviertel schoben sich noch die Ungarn Kristóf Ács und Máté Bácskai vorbei, die 2015 in Rio de Janeiro WM-Bronze hinter dem Duo aus Hanau/Potsdam Lotz/Junge holen konnten.

 

Auch im B-Finale konnten die Ungarn ihren Kraftakt wiederholen und fuhren sogar einen knappen Sieg vor den beiden A-Teams aus Tschechien heraus. Johannes Lotz und David Junge, bis zum Schlussviertel noch auf Rang zwei liegend, fehlten auf den letzten 500 Metern die Reserven, um einen Überraschungscoup zu landen. Immerhin hielten sie in diesem Acht-Boote-Feld die drei weiteren deutschen Paarungen auf Distanz.

 

Wer ein Ticket im DRV-Team für die U23-WM vom 25. bis 29. Juli in Posen (Polen) lösen kann, ist noch offen. „Nach diesem Wochenende stehen noch keine endgültigen Kaderpaarungen fest. Das wird erst nach der zweiten Einer-Rangliste Anfang Juni in Ratzeburg der Fall sein, wenn am Samstag und Sonntag die vorläufigen Zweier-und Vierkombinationen fahren werden“, blickt Lotz voraus. Sein Fazit mit Blick aufs Saisonziel Nationalkader: „Die Hügelregatta hat meiner Einschätzung nach noch keine außerordentlichen Erkenntnisse in Hinblick auf die Bildung des Nationalkaders gebracht. Mein Fokus liegt jetzt auf der Vorbereitung für Ratzeburg, um mich in den Kaderkreis zu kämpfen und für den Doppelvierer zu empfehlen.“

 

sl

Johannes Lotz auf der Schlagposition mit seinem WM-Partner von 2015, David Junge (RC Potsdam), auf dem Essener Baldeneysee. Foto: 2000meter.de
Johannes Lotz auf der Schlagposition mit seinem WM-Partner von 2015, David Junge (RC Potsdam), auf dem Essener Baldeneysee. Foto: 2000meter.de

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