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U23-WM: Doppelvierer mit Lotz, Finger, Hacker, Runge erfüllt sich Medaillentraum

WM-Bronze im Doppelvierer

"Ein Jahr lang darauf hingearbeitet"

Großbritannien holt Gold, Italien Silber, das deutsche Quartett Bronze. Foto: 2000meter.de
Großbritannien holt Gold, Italien Silber, das deutsche Quartett Bronze. Foto: 2000meter.de

Der Doppelvierer des Deutschen Ruderverbandes (DRV) mit Johannes Lotz (Hanauer Rudergesellschaft 1879), Anton Finger (Berliner Ruder-Club), Steven Hacker (Dresdner Ruder-Club 1902) und Henrik Runge (Rudergesellschaft HANSA Hamburg) hat sich seinen großen Traum von einer WM-Medaille erfüllt und am Sonntag, 29. Juli, bei der U23-WM in Posen (Polen) Bronze erkämpft sowie die einzige Großboot-Medaille für den DRV geholt. Damit hat Schlagmann Lotz nach Gold 2014 und Silber 2015 seinen Medaillensatz komplettiert und sein erstes Edelmetall bei den 19-22-Jährigen ergattert. So wandert nach 1999 wieder eine WM-Medaille der Männerklasse in die Goldschmiedestadt.

 

Der HRG-Topathlet und HANAUER Sportler des Jahres 2014 zeigte sich kurz nach Rennen hochzufrieden mit dem krönenden Abschluss seiner fünften WM-Teilnahme in Folge: „Wir haben ein Jahr lang darauf hingearbeitet, um uns das Ding hier abzuholen. Und das haben wir jetzt geschafft.“

 

Nach 2014 wieder eine Doppelvierer-Medaille

Lotz & Co. überraschten zum WM-Auftakt mit einem souveränen Vorlaufsieg über Titelverteidiger Neuseeland und Vizeweltmeister Russland sowie Platz zwei im Halbfinale hinter dem späteren Gold-Boot aus Großbritannien und qualifizierten sich für das A-Finale der sechs schnellsten Doppelvierer. In der mit 18 Startern stark besetzten Konkurrenz - so viel wie seit fünf Jahren nicht mehr - erkämpfte das deutsche Team in seiner Bootsklasse erstmals seit 2014 wieder eine Medaille für den DRV.

 

Großbritannien (5:44,00 Minuten) wurde seiner Favoritenrolle bei kräftigem Schiebewind auf dem Maltasee mit einem Start-Ziel-Sieg gerecht. Italien (5:46,89) holte Silber. Das Quartett des (DRV) (5:49,90) hatte seine Bronzemedaille ab der Streckenhälfte fest im Griff und konnte die spurtstarken Ungarn (5:50,97) in Schach halten, die auf den letzten Metern noch bis auf eine Sekunde an das deutsche Boot heranfahren konnten. Am Ende des Feldes tauschten die Ukraine (5:57,02) und die Schweiz (6:00,56) im letzten Streckenviertel der 2000-Meter-Distanz die Plätze.

 

Führungstrio dominant

Bei der ersten Zwischenzeit lag das deutsche Nationalteam noch an vierter Stelle hinter der Ukraine, die ihre Position im weiteren Verlauf an Lotz und sein Team abgeben mussten. Die GPS-Daten lieferten für das Führungstrio Großbritannien, Italien und Deutschland im Streckenschlag und mit 38 Schlägen pro Minute nahezu identische Bootsgeschwindigkeiten. Im Schlussviertel hatten die Azzuri von den auf Kurs liegenden Medaillenkandidaten am meisten zuzusetzen und waren 1,6 Sekunden schneller unterwegs als die Deutschen. Mit diesem Kraftakt verkürzten die die Italiener zwar den Abstand zu den Briten, die Favoriten fuhren ihren Vorsprung von einer Bootslänge aber souverän nach Hause.

 

Das deutsche Boot mit Schlagmann Lotz hatte am Finaltag wie bei den Vorentscheidungen auf Gegenwind gesetzt, mit dem die Crew besser zurechtkam und schnell unterwegs war. Stattdessen wehte es aus der anderen Himmelsrichtung, was dem Team weniger lag. Johannes Lotz nach dem WM-Finale: „Wir wollten heute auf jeden Fall die Medaille holen. Das war ein hartes Rennen da draußen unter diesen Bedingungen. Wir hatten schwer zu kämpfen. Wir haben vielleicht technisch nicht so gearbeitet, wie wir uns das vorgenommen haben. Aber wir haben mit jedem Schlag um die Medaille gekämpft.“

 

Starke Briten

Vorlauf- und Halbfinalsieger Großbritannien hatte mit Samuel Meijer, Josh Armstrong, Matthew Haywood, Rowan Law ein Top-Team ins Rennen geschickt: Schlagmann Meijer ist amtierender U23-Weltmeister im Doppelzweier. Zum Beginn ihrer Karriere holten Meijer und Law im U19-Doppelvierer hinter Lotz, Runge und ihren damaligen Bootskollegen WM-Silber. 2015 revanchierten sich das britische Team: Meijer und Armstrong wurden Junioren-Weltmeister im Doppelvierer. Law packte 2016 Platz fünf im U23-WM-Finale und Rang vier 2017 drauf.

 

Vizeweltmeister Italien gehört zu den Finalisten seit 2014 und gewann 2016/2017 Bronze. Von 2017 war in Posen noch Bugmann Gergo Cziraki an Bord, der auf die Schlagübernahme vorrückte.

 

Trainer ist "sehr zufrieden"

Trainer Alexander Schmidt, Olympiastützpunkt Berlin, zieht nach vierwöchigem Trainingslager ein absolut positives Resümee: „Ich bin sehr zufrieden. Ich freue mich sehr über die Bronzemedaille. Die Vorbereitung war in Ordnung.“ Schmidt lobt auch den Teamgeist seines Quartetts, das erst nach den Deutschen Meisterschaften Ende Juni zusammenfand. „Wir haben uns im Trainingslager deutlich gesteigert und gezeigt, dass wir zum richtigen Zeitpunkt gut unterwegs sind. Das hatte sich zum Glück auch im Vorlauf und im Halbfinale bestätigt – zwar bei Gegenwind, was wir besser können – aber heute war Schiebewind.“

 

Der DRV Ruderverband verbuchte insgesamt fünf Silber- und zwei Bronzemedaillen. Insgesamt standen 16 deutsche Boote in den 21 A-Finals.

 

sl

 

www.worldrowing.com
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