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Kleinboot-DM: Bester Saisonauftakt für Johannes Lotz

Erste Weichen in Richtung WM

HRG und Hassia mit vier Booten am Start

Bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften vom 12. bis 14. Mai auf dem Fühlinger See in Köln hat Johannes Lotz (Hanauer RG) mit Topleistungen im Männer-Einer einen Saisonstart nach Maß absolviert und erneut seine Ambitionen auf einen Platz im Nationalkader des Deutschen Ruderverbandes (DRV) unterstrichen. Im 41-Boote-Feld der Eliteklasse erkämpfte er bei widrigen Wasser- und Windverhältnissen Platz 16. Mit Position vier im U23-Ranking lieferte Lotz sein bestes Ergebnis der letzten Jahre ab und ist damit abermals ein heißer Kandidat für ein WM-Boot des DRV. Es wäre die sechste WM-Teilnahme in Folge für den HRG-Weltmeister von 2014. Weitere Platzierungen gab es für die Riemenzweier der HRG und des HRC Hassia.

 

Am Ende der vier Meisterschaftsrennen konnte der am Olympiastützpunkt in Berlin trainierende 22-jährige Psychologiestudent strahlen: „Ich bin sehr zufrieden, vor allem mit der U23-Endplatzierung.“ Von Rennen zu Rennen habe er sich steigern können und alles umgesetzt, was in Abstimmung mit Heimtrainer Alexander Schmidt (Berlin) geplant war. „Ich kann nun mit einem guten Gefühl nach Hause fahren. Wir haben jetzt vier Wochen Regattapause. Der nächste Wettkampf ist Mitte Mai in Duisburg.“ Dort nehmen die Athleten wahrscheinlich im Doppelzweier Platz und testen unterschiedliche Bootskombinationen.

 

Ausrufezeichen bereits im Vorlauf

Bereits im Vorlauf der nationalen Titelkämpfe hatte es HRG´ler Lotz mit hochkarätiger Konkurrenz zu tun. Er traf unter anderem auf den späteren DM-Bronzemedaillengewinner Timo Piontek (Koblenz), Doppelvierer-Olympiasieger Hans Gruhne (Berlin) und Teamkollege Steven Hacker (Dresden), mit dem Lotz WM-Bronze im U23-Doppelvierer holte. Noch im letzten Jahr verbaute sich Lotz nach einem verkorksten Vorlauf den Sprung unter die Top 24. Doch diesmal blieb er mit einem souverän herausgefahrenen dritten Platz hinter Piontek und Gruhne weiter im Rennen.

 

Im Viertelfinale waren mit Tim Ole Naske (Hamburg) und Marc Weber (Gießen) die amtierenden Deutschen Skiff-Meister der Männerklassen A und B mit von der Partie – flankiert von Doppel-Olympiasieger Karl Schulze (Berlin) und Weltcupstarter Maximilian Fränkel (Offenbach). Lotz und sein Trainings- und Bootspartner Anton Finger (Berlin) nahmen diese Konstellation am Ende des Feldes rudernd gelassen: Denn mit Blick auf das Halbfinale war ein gutes Gesamtergebnis bereits sicher: Dort gab es einen klaren Doppelsieg für das Hauptstadtduo Lotz/Finger und den verdienten Einzug ins Finale C (Plätze 13-18).

 

Meier direkt ins Finale

Es siegte erwartungsgemäß der Schlagmann des Gold-Doppelvierers von Rio, Hans Gruhne (7:13,25 Minuten) vor Finger (7:14,60), David Junge (Potsdam, 7:15,00), und Lotz (7:18,80). Franz Werner (Pirna, 7:21,50), und Philipp Syring (Magdeburg, 7:28,60), folgten auf den Plätzen fünf und sechs. Bester U23-Athlet der Titelkämpfe war Henrik Runge (Hamburg) auf Platz neun des Gesamtklassements. Den Titel holte erstmals Oliver Zeidler (Ingolstadt), der als Deutscher Meister die Skullerelite des DRV in Richtung Tokio 2020 führen will. Stephan Krüger (Frankfurt) und Timo Piontek (Koblenz) schafften es ebenfalls aufs Treppchen.

 

Tim Niclas Meier (Hanauer RG) und sein Gießener Partner Cornelius Becker schafften es im Vorlauf des mit neun Booten besetzten leichten Riemenzweiers direkt ins Finale der sechs Schnellsten. Wie immer kamen sie gut ins Rennen, büßten auf den weiteren Teilstrecken allerdings einige Positionen ein. Auf Rang fünf liegend, ließen sie im Finish noch Schlusslicht Kiel passieren. 

 

Platzierungen für Dübler

Im C-Finale (Plätze 13-18) der insgesamt 20 Riemenzweier landete das reine Hassia-Vereinsboot mit Shirin Dragusha/Lisa Holbrook auf Platz fünf. Celina Waldschmidt gewann mit ihrer Potsdamer Partnerin Luisa Schade das D-Finale (Plätze 19-20). 

 

Für U19-Starter Christoph Dübler (Hanauer RG) gab es bei der parallel ausgetragenen Leistungsüberprüfung für die Junioren im stark besetzten Skiff Platzierungen. Abgemeldet werden musste der zweite Hanauer Skuller, Julian Bothe (Hanauer RC Hassia).

 

sl

SM1x Viertelfinale


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