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U23-Ranking

Mit Saisonbestleistung in den WM-Kaderkreis gekämpft

Knoten ist geplatzt: Johannes Lotz überzeugt in Ratzeburg

Auf dem Weg zur WM-Quali: Johannes Lotz (unten) im Finale auf Rang fünf. Foto: 2000meter.de
Auf dem Weg zur WM-Quali: Johannes Lotz (unten) im Finale auf Rang fünf. Foto: 2000meter.de

Beim entscheidenden Ranglistenrennen des Deutschen Ruderverbandes (DRV) für den WM-Kader hat Topskuller Johannes Lotz von der Hanauer Rudergesellschaft 1879 (HRG) am ersten Juni-Wochenende in Ratzeburg mit starken Rennauftritten überzeugt und das Tor zu seiner fünften WM-Teilnahme in Folge weit aufgestoßen. Im Skiff erkämpfte der 21-jährige Psychologiestudent Rang fünf, im Doppelzweier und Doppelvierer folgten zweite Plätze. Damit ist ein Platz im DRV-Team für die U23-Weltmeisterschaft in Posen (Polen) Ende Juli so gut wie sicher.

 

Wer ein Ticket für die Weltmeisterschaft lösen will, muss im DRV-Ranking wenigstens Platz acht vorweisen, um ins Blickfeld von Bundestrainerin Brigitte Bielig (Dresden) zu gelangen. Die Bootsplätze im Einer, Doppelzweier und Doppelvierer sowie eine Ersatzposition sind noch drei Wochen lang heiß umkämpft: Den Schlusspunkt in Richtung Posen setzt die Deutsche U23-Meisterschaft (DJM) vom 21. bis 24. Juni in Köln. Dort nominiert der DRV endgültig seinen Nationalkader für die WM.

 

Lotz kann mit seinen Leistungen nunmehr selbstbewusst in die weitere Mannschaftsbildung gehen, nachdem er aus eigener Kraft das Steuer in Richtung Nationalkader herumgerissen hat. „Ich konnte in Ratzeburg auf jeden Fall mal das leisten, was ich draufhabe und auch das umsetzen, was ich mir vorgenommen hatte. Das hätte ich gerne schon so Ende April in Essen gehabt. Deswegen bin ich sehr erleichtert, dass es geklappt hat und ich im DRV-Ranking wieder nach vorne gekommen bin“, bilanzierte der HRG’ler.

 

Showdown im Acht-Boote-Feld

 

Mit einem eindrucksvollen Vorlaufsieg hatte sich der HRG-Weltmeister von 2014 wieder ins Spiel gebracht. Bei optimalen Wettkampfbedingungen zog er im Schlussspurt am amtierenden U23-Meister Marc Weber (Gießen) vorbei und buchte damit seinen Startplatz fürs Acht-Boote-Finale. Dort lieferte er mit Rang fünf seine beste Saisonplatzierung ab: Vorneweg setzte sich Henrik Runge aus Hamburg deutlich in Szene, dahinter der amtierende U23-Meister Marc Weber (Gießen), Anton Finger (Berlin) und David Junge (Potsdam), der seine Bootsspitze knapp vor dem HRG’ler über die Ziellinie schieben konnte. Henri Schwinde (Münster), Jan Berend (Magdeburg) und Julius Rommelmann (Mülheim) folgen auf den Plätzen, die ebenfalls für die WM-Kandidatenplätze entscheidend sind.

 

Ein genaues Platzierungsziel hatte sich Lotz für die Rangliste nicht vorgenommen. „Ich hatte eher geschaut, möglichst viele Konkurrenten, die im April vor mir waren, jetzt hinter mir zu lassen, was mir auch größtenteils gelungen ist. Von daher war das Ziel relativ weit gefasst.“ Platz fünf sei das Minimalziel gewesen: „Es war gut, dass die richtigen Leute hinter mir waren und auch die richtigen Leute vor mir.“ 

 

Im weiteren Verlauf formierte der DRV aus den Skullspezialisten die Teams für die Mannschaftsboote, die auf dem Ratzeburger Küchensee in völlig neuen oder altbekannten Konstellationen an den Start gingen. So führte die Rangliste des Vortages Marc Weber (Gießen) und HRG’ler Lotz erstmals seit 2013 wieder als aussichtsreiche Crew zusammen. Ihre Aufgabe bewältigten die Hessen mit Platz zwei im direkten Schlagabtausch mit der an Nummer eins gesetzten Kombination Runge/Finger (Hamburg/Berlin) mit Bravour.

 

Stärkste Doppelzweier als Quartett am Start

 

Lotz, Weber, Runge und Finger waren dann auch im Doppelvierer-Finale zu finden. Das packende Duell mit der nationalen und internationalen Konkurrenz schlossen sie auf Platz zwei ab (6:06,82 Minuten) – knapp vor dem stark eingeschätzten polnischen Nationalteam (6:07,16) und eine komfortable Bootslänge hinter der überraschend deutlich vorne liegenden Konkurrenz aus dem eigenen Skulllager mit Junge/Hacker/Rommelmann/Schwinde (Potsdam/Dresden/Mülheim/Münster), 6:04,03. Die vier weiteren deutschen Renngemeinschaften und das Quartett aus Thailand (Platz fünf) spielten beim Kampf um die Podestplätze in keiner Rennphase eine Rolle. Lotz/Weber/Runge/Finger büßten bereits im ersten Teilabschnitt zwei Sekunden auf das spätere Siegerboot ein. Ein Rückstand, den das Team mit den beiden schnellsten DRV-Zweierpaarungen im weiteren Verlauf nicht mehr kompensieren konnte.

 

sl



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